Die acht Teilnehmenden haben den Aktivtisch in die Mitte genommen – einen echten Alleskönner. Auf dem großen Touchscreen können sie unter anderem zwischen Spielen, Rätseln, Musik oder Sportübungen wählen. Alle sind sichtlich begeistert von den vielen Möglichkeiten des Geräts.
„Der absolute Favorit ist das Spiel Dalli-Klick“, sagt Brenda Hoffmann. Die Leiterin der TSM erlebt auch heute, wie ihre Gäste bei dem Ratespiel mitgehen. Es gilt, Bildmotive zu erraten, die nach und nach hinter kleinen Kacheln zum Vorschein kommen.
Verstehen, Gedächtnis, Motorik, Reaktion
„Es ist erstaunlich, welche Strategien sie entwickeln, wie sie zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen.“ Das gilt nicht nur für dieses Rätsel, sondern genauso für das Mensch-Ärgere-Dich-nicht, für das der Bildschirm zu einem Tisch gedreht wird. Oder für das Luftballon-Spiel, bei dem es darum geht, in einer Minute möglichst viele virtuelle Ballons zum Platzen zu bringen.
Bei aller spürbaren Freude in der Runde – die besondere Technik wirkt viel weiter, sagt Hoffmann. „Verstehen, Gedächtnis, Motorik, Reaktion – es werden viele Fähigkeiten erhalten und gefördert.“ Für Teilnehmenden, die alle im Rentenalter sind, sind das wichtige Bausteine der Prävention.
Kommunikative Möglichkeiten
Die kommunikativen Möglichkeiten am Aktivtisch beeindrucken Hoffmann am meisten. Zum Beleg zeigt sie auf die Gäste, die sich gerade dicht um den Bildschirm drängen, um ein Rätsel zu lösen.
„Da wird verbessert, gelobt, geholfen und auch mal gewitzelt – das ist schon toll.“
Brenda Hoffmann, Leitung TSM Luzia
Der Aktivtisch konnte vor etwa zwei Jahren dank der Unterstützung der Elke und Werner Fäth Stiftung angeschafft werden. Die Anschaffung unterstützte sie mit 5000 Euro. Der Tisch wandert seitdem durch die Einrichtungen und Angebote und begeistert an jedem Ort die Gruppen.
Lebensqualität erhöhen
"Es sind oft solch kleine Unterstützungen, die viel bewirken", sagt Tobias Glose von der Caritas GemeinschaftsStiftung. "Projekten, aber auch einzelnen Menschen ermöglichen sie neue Perspektiven, helfen in der Betreuung und bereichern Lebensqualität."
Glose verweist an dieser Stelle darauf, wie Zustiftungen diesen Einsatz für Menschen mit Behinderung in der Region weiter unterstützen können.
"Stiftungen werden dadurch nachhaltig gestärkt und können auf Dauer mehr Erträge generieren, die für konkrete Projekte vor Ort eingesetzt werden können."
Tobias Glose, Caritas GemeinschaftsStiftung
Kostenfreie Begleitung
Dazu zählt auch die Möglichkeit, dass Stiftungen durch den eigenen Nachlass bedacht werden können. Sei es als Erbe oder als Vermächtnisnehmer eines kleinen Teils des Nachlasses.
"Wem es wichtig ist, dass der eigene Name auf Dauer erhalten bleibt, kann zudem unkompliziert und ohne Errichtungskosten einen eigenen Stiftungsfonds unter dem Dach der Caritas GemeinschaftsStiftung errichten lassen." Er verweist dabei auf die persönliche und kostenfreie Begleitung durch ihn.
Das Verbindende
Die Ausstrahlung solcher Stiftungen wird in der TSM "Luzia" gerade mal wieder deutlich: Gabi Glombik wird von den anderen Teilnehmenden gefeiert. Sie hat mit 469 virtuell geplatzten Ballons in einer Minute einen Rekord aufgestellt.
“Der Aktivtisch ist eine richtig gute Sache. Weil wir da alle etwas zusammen machen.”
Gabi Glombik, Teilnehmerin
Sie spielt auch gern etwas auf ihrem Handy. Das ist für sie aber nicht vergleichbar. "Da sitze ich dann nur für mich." Am Aktivtisch genießt sie das Gemeinsame, das Verbindende.
Text und Foto: Michael Bönte / Caritasverband für die Diözese Münster
