Emir Kasumi, ehemaliger Haus Haller Förderschüler, absolviert eine Berufsbildungsmaßnahme in der Eisdiele seiner Eltern in Winterswijk. Beidseits der Grenze unterstützt ihn Uwe Martin, Inklusionsassistent im Netzwerk BIA (Bildung – Inklusion – Arbeit).
Perspektive im elterlichen Betrieb
Emir kennt den Laden. Das Eis, die Kaffeezubereitung, die Maschinen, die Abläufe, die Kunden und ihre Wünsche. In der Eisdiele seiner Eltern hat er in seiner Freizeit immer wieder ausgeholfen. Auch in Zukunft wird er hier mitarbeiten, das steht für Emir ebenso fest wie für seine Eltern und seine Brüder.
Was er am liebsten macht? „Die Spülmaschine ein- und ausräumen“, sagt Emir. Aber auch Kaffeevariationen zubereiten, servieren und die Tische abräumen geht ihm bestens von der Hand.
Genau und sorgfältig
Emir bringt spezielle Fähigkeiten mit: Er ist sehr genau und sehr gründlich. Kaffeegedecke werden auf eine bestimmte Weise ausgerichtet und serviert. Emir stellt an der Theke bereits die nötigen Dinge zusammen, wenn er aus der Entfernung hört, was die Kunden auswählen wollen. Zum Feierabend macht er den Kontrollgang: Sind alle Fenster zu, ist die Tür richtig abgeschlossen?
„Bei Abläufen, die er einmal gelernt hat, macht er keinen Fehler. Er weiß genau, wie auch die Einzelteile der Eismaschine in die Spülmaschine passen“
Vater Zeqirja Kasumi.
Seit Anfang September ist Emir in der Berufsbildungsmaßnahme. Gefördert wird sie durch die Agentur für Arbeit. Emir lernt vor Ort in der Eisdiele. Er möchte in allen erforderlichen Tätigkeiten fit werden und auch Bestellungen aufnehmen, Eis herstellen und kassieren lernen.
Emirs Ziel: sozialversicherungspflichtige Anstellung
Uwe Martin vom Netzwerk BIA begleitet die Maßnahme. Er besucht Emir regelmäßig im Betrieb, gibt Hinweise zu Lernschritten. Außerdem koordiniert er Emirs zusätzliche Qualifizierung durch die Werkstätten Haus Hall. Zum Beispiel wird Emir den Kurs „Der Kunde ist König“ besuchen.
Uwe Martin ist optimistisch: „Emirs Ziel ist es, sozialversicherungspflichtiger Mitarbeiter im elterlichen Betrieb zu werden. Das kriegt er hin!“


