Siggi Skorskis filigraner Pinguin vergräbt seinen Kopf im Gefieder. „Er ist traurig, weil es nicht mehr so viele Tiere gibt und man sie mehr schützen muss“, erklärt er. Uwe Pohlmann präsentiert ein schreiendes Gesicht: „Es macht Werbung für die Kunstwerke. Es schreit, damit alle Leute von ihnen erfahren.“
Zwei Tage Handarbeit
Beide waren Ende August bei einem Kunstworkshop auf dem Haus Haller Stiftungsgelände dabei. Ihre Skulpturen? Aus Serpentin, ein Stein aus Simbabwe. „Ein sehr harter und farbenfroher Stein“, erklärt Künstler Berthold Ochtrup aus Nottuln, der den Workshop gemeinsam mit Betreuer Markus Lanfer sowie dem simbabwischen Künstler Martin Umali begleitete.
Zwei Tage Handarbeit liegt hinter den insgesamt acht Teilnehmern. Dem Stein rückten sie zunächst mit Hammer und Meißel zu Leibe, dann mit Schleifpapier - in mehreren Schritten von der 80er- bis zur 1500er-Körnung. „Das ging ganz schön in die Arme“, grinst Uwe Pohlmann.
"Beeindruckend und sehenswert"
War eine Skulptur fertig, wurde sie zum Schutz vor der Witterung mit dem Brenner auf 60 Grad erhitzt, mit Wachs eingerieben und poliert. „Alle Skulpturen sind unglaublich beeindruckend und sehenswert“, freut sich Markus Lanfer über das Ergebnis.
Die acht Werke finden nun im Rahmen einer dauerhaften Outdoor-Ausstellung entlang des Fußwegs zur Kriegsgräberstätte ihren Platz. Zu ihnen gesellen sich die sieben Gemälde auf Eichenstelen, die im Juli bei einem ersten Workshop mit der Künstlerin Nadja Zikes aus Oberhausen entstanden sind.
Fortsetzung im nächsten Jahr?
Eine städtische Förderung in Höhe von insgesamt 3.000 Euro ermöglichte das Projekt. „Ein großes Dankeschön geht an Dr. Hanna Koch von der Stadt Gescher für die hervorragende Zusammenarbeit“, betont Markus Lanfer. Für das kommende Jahr wünscht er sich eine Fortsetzung des Projekts.
