Erstmal Füße hoch. Elisabeth Bruland ist geschafft. Sie war schon beim Reha-Sport. Den besucht die 88-Jährige einmal in der Woche.
Für einen Rundgang durch ihr neues Zuhause ist sie dennoch gerne zu haben. Yvonne Schüring, die Leiterin des Sozialen Dienstes, geht ebenfalls mit.
Viele Hände, schnelles Ende
Seit Ende Juni gehört Elisabeth Bruland zu den ersten Bewohnerinnen des Neubaus, in dem ab sofort der neue Wohnbereich 3 zuhause ist. Viele Hände halfen beim Kartonschleppen: „Beim Umzug haben meine Kinder und deren Ehepartner geholfen“, erzählt sie – und fügt grinsend hinzu: „Ich musste hinterher schauen, wo alles geblieben ist.“
Die gebürtige Dorstenerin sieht nicht mehr gut. Umso mehr freut sie sich über die bodentiefen Fenster, die viel Licht ins Zimmer lassen. Und über den sprechenden Aufzug: „Das ist super. Der sagt jedes Mal an, wenn er angekommen ist.“
Hinsetzen und Leutegucken
Viel Licht und Aufenthaltsqualität bieten auch die Gemeinschaftsräume. Der große Aufenthalts- und Essbereich zum Beispiel, der sich von einer offenen Galerie im ersten Stock überblicken lässt. Um zu schauen, was so los ist.
Oder die große, überdachte Terrasse, die noch eine Hecke als Sichtschutz erhält. Das gemütliche Sofa, das direkt am Eingang zum Hinsetzen und Leutegucken einlädt. Oder der Gemeinschaftsraum im ersten Stock: „Hier haben wir schon gespielt und Fernsehen geschaut.“
Umzug schrittweise
Zunächst wurde im Neubau nur übernachtet und gepflegt. Der vollständige Umzug erfolgte schrittweise ab August. Das sei etwa für Menschen mit Demenzerkrankung wichtig gewesen, erklärt Yvonne Schüring: „Es sollte sich nicht direkt alles ändern. Die Menschen finden sich sonst nicht zurecht.“
Mahlzeiten, Angebote und Feiern finden übergangsweise noch im alten Gebäudeteil statt, der dann bis September 2027 schrittweise renoviert wird. Im Zuge der Neu- und Umbauarbeiten stellt das HSW vollständig auf Einzelzimmer mit eigenen Badezimmern um und wird um 17 Plätze erweitert.


