Rund um die 200 Bullen im Alter zwischen vier Wochen und zwei Jahren gibt es viel zu tun. Leonie, Damian, Oskar, Lev und Jan kümmern sich auf dem Nebenerwerbshof ihres Lehrers Christoph Heumer und seiner Familie vor allem um die Versorgung der Tiere mit Futter.
Abläufe kennenlernen und einüben
Oskar ist gern im Kälberstall. Er stellt die Lecksteine beiseite, reinigt mit dem Besen die Futterrinne und füllt neues Futter nach. Karin van dem Berge begleitet ihn dabei.
Leonie, Jan und Damian haben währenddessen die Mais-Silage abgedeckt. Die Folie wird mit sandgefüllten Schläuchen beschwert, die vorsichtig bewegt werden müssen. Leonie holt mit der Schiebkarre silierten Mais. In der Scheune geben alle mit Christoph Heumer gemeinsam den Mais, Kraftfutter und gehäkseltes Stroh eimerweise in einen großen Futtermischbehälter. Diese Arbeit gefällt Leonie am besten: „Dann freuen sich die Bullen über das fertige Futter“, sagt sie.
Viele Lernfelder
Neben dem praktischen Nutzen ihrer Arbeit gibt es für die Jugendlichen noch vieles andere zu erfahren, meistens mit allen Sinnen. Die Tätigkeiten bieten Lernfelder für Teamarbeit, Verantwortung, Ausdauer und Zuverlässigkeit.
„Es ist eine Arbeit, die Fehler verzeiht“, sagt Christoph Heumer, „wenn mal was daneben geht, ist das meistens schnell wieder behoben. Und: Die Tiere strahlen Ruhe aus. Das tut häufig Schülern gut, die Unruhe mitbringen.“
Pro Schuljahr besucht immer eine kleine, klassenübergreifende Gruppe der Berufspraxisstufe, die „Bauernhof-AG“, einmal wöchentlich für anderthalb Stunden den Hof Heumer.



