Leben kehrt ins neue Appartementhaus für Ambulant Betreutes Wohnen (ABW) der Stiftung Haus Hall in Borken-Weseke ein. Anfang September bezogen die ersten Mieterinnen und Mieter ihr neues Zuhause im ehemaligen Franziskusstift an der Ballbahn mitten im Ortskern.
“In der Eisdiele waren wir schon.”
Unter ihnen ist Maik Stein. „In der Pizzeria und der Eisdiele waren wir schon“, erzählt er, „und ein Orgelkonzert der ‚Ludgerus-Klänge‘ in der Pfarrkirche habe ich besucht.“ Er wohnte vorher in Gescher. Zur Arbeit nehmen ihn morgens die Kollegen vom Garten- und Landschaftsbau der Werkstätten Haus Hall mit. Auf die neue Nachbarschaft freut er sich sehr.
Susanne Terliesner weiß schon, wo sie einkaufen kann. In ihrer neuen Wohnung muss sie aber noch improvisieren. Ihre Küche wird erst im Oktober geliefert. Sie nimmt es gelassen: „Meine beste Freundin ist ebenfalls mit hierhergezogen. Ich kann bei ihr kochen und den Kühlschrank im Gemeinschaftsraum nutzen.“ Auch sie lebte vorher in Gescher. Künftig wird sie bei Büngern-Technik in Rhede tätig sein.
Bunt und vielfältig
Die Hausgemeinschaft werde bunt und vielfältig, freut sich Valerie Böse, die das 7-köpfige Betreuungsteam leitet: „Die jüngste ist 22 Jahre alt, der älteste 71.“ Insgesamt 16 Menschen mit Unterstützungsbedarf ziehen nach und nach in die vollständig barrierefreien Wohnungen. „Ende November wollen wir vollzählig sein“, berichtet Böse.
Das ABW-Team ist täglich stundenweise vor Ort, auch am Wochenende. Morgens lädt es zu einem Frühstück. Immer nachmittags, wenn die Mieterinnen und Mieter von der Arbeit oder der Tagesgruppe kommen, gibt es eine Kaffeerunde. Es sind offene Angebote. Wer mag, kommt dazu.

