Altenwohnhaus St. Josef: Legdener Unternehmer kauft Liegenschaft mit Altgebäuden

Die Kirchengemeinde St. Brigida - St. Margareta, Legden, verkauft das Grundstück Trippelvoetsweg 4, mit den darauf befindlichen Altbauten des Altenwohnhauses St. Josef (ASJ), das zum Stiftungsverbund Haus Hall gehört. Dem hat der Kirchenvorstand in seiner Sitzung am 29.06. zugestimmt. Käufer ist Frank Feimann aus Legden, Geschäftsführer des gleichnamigen Sanitär- und Heizungsunternehmens.

Am 30.06.2026 unterzeichneten beide Seiten einen Vorvertrag. Der eigentliche Kaufvertrag soll im ersten Halbjahr 2027 geschlossen werden. Als Eigentumsübergang ist der 01.07.2028 geplant.

Wie es mit dem Grundstück weitergeht

Für die etwa 14.000 Quadratmeter große Liegenschaft hat der Käufer Pläne, die in den nächsten Jahren nach und nach umgesetzt werden sollen. Zunächst möchte er im östlichen Randbereich eine Mehrzweckhalle mit Padel-Bereich errichten, die sowohl für Firmen als auch für die Öffentlichkeit nutzbar sein soll.

Im westlichen Gebäudeteil, dem früheren Krankenhausgebäude, sollen Büroräume entstehen. Auch einen Teil seines eigenen Betriebes möchte der Käufer dorthin auslagern. Die frühere Leichenhalle soll abgerissen, die Kapelle profaniert werden.

Vorübergehende Nutzung durch Menschen mit Behinderung

Die Stiftung Haus Hall, Trägerin des ASJ, darf den östlichen Gebäudeteil bis zum 30.06.2029 weiter nutzen. Dort sollen sukzessive Wohngruppen für Menschen mit Behinderung in 2028/29 übergangsweise wohnen und betreut werden, während ihr Wohnheim in Coesfeld saniert wird.

Danach möchte der Käufer den Gebäudeteil zu Wohnungen umbauen: „In Legden ist der Bedarf an bezahlbaren, kleinen Wohnungen groß“, so Frank Feimann. Der Bau noch weiterer Wohnungen auf dem Gelände sei geplant.

Zum Hintergrund des Verkaufs

Die vollständige Umstellung des ASJ auf Hausgemeinschaften war bereits geplant, als die Stiftung Haus Hall 2016 die Trägerschaft des Hauses übernahm. Nach eingehender Prüfung hatte sich gezeigt, dass ein Umbau des Altbaus zur Umstrukturierung in Hausgemeinschaften wenig sinnvoll und wirtschaftlich nicht vertretbar wäre.

Damit wurde klar: ein Neubau war erforderlich, für die Liegenschaft mit den Altgebäuden musste ein Interessent gefunden werden. Verschiedene Ansätze hatten sich als nicht tragfähig erwiesen.

Erleichterung über neue Perspektive für die Liegenschaft

„Wir sind erleichtert, dass wir mit Herrn Feimann einen Käufer aus dem Ort gefunden haben, der die Liegenschaft mit den Altgebäuden kennt und für eine anderweitige Nutzung entwickeln möchte“, sagt Thomas Bröcheler, Geschäftsführer der Stiftung Haus Hall. Beide Seiten zeigten sich zufrieden mit dem Vertragsabschluss und der Perspektive für das Gelände, die auch mit der Gemeinde Legden abgestimmt sei.

Hausgemeinschaften am Nordring im Bau

Zurzeit errichtet die Stiftung Haus Hall für die Pflegeplätze in den Altgebäuden des ASJ einen Ersatzbau am Nordring. Die dort bereits seit 2008 bestehenden Hausgemeinschaften werden damit baulich fortgesetzt. Die neuen Räumlichkeiten sind voraussichtlich Mitte 2028 bezugsfertig.


Foto: Sie trafen sich bei der Unterzeichnung des Vorvertrags: Links: Dietmar Terlinde und Monika Gehring (Leitung ASJ), hinten: Unternehmer Frank Feimann und Thomas Bröcheler, Geschäftsführer der Stiftung Haus Hall, vorn rechts: Hildegard Lammerskötter (Kirchenvorstand) sowie Christof Hintemann (Beirat des Kirchenvorstands für das ASJ).
 

Zum Verkauf berichtet auch die
Münsterlandzeitung / 01.07.26