„Oft liegt der Müll neben den Mülltonnen“, schüttelt Birgit Hanke missbilligend den Kopf. Ausgestattet mit Müllzange, Handschuhen, Müllsack und Warnweste durchforstet sie die Seitenstreifen an der Berkelpromenade.
Stadtlohn sauberer machen
Gemeinsam mit zehn anderen Menschen aus allen Haus Haller Wohneinrichtungen in Stadtlohn beteiligt sie sich an der städtischen Müllsammelaktion Mitte September. Als eine von sechs Sammelgruppen.
„Wir räumen das auf, was andere auf die Erde schmeißen“, erklärt Jens Stegemann. „Weil die Umwelt darunter leidet und davon kaputt geht“, begründet Birgit die Aktion. „Ich wollte mithelfen, weil mir der Klimaschutz am Herzen liegt und damit meine Heimatstadt ein bisschen sauberer wird“, sagt Patrick Terhechte.
Akribisches Sammeln
Die elfköpfige Gruppe wird ordentlich fündig: Pizzakartons, Handschuhe, Flaschen, Glasscherben, Plastikfolien, Verpackungen und Zigarettenstummel en masse füllen nach und nach die roten Müllsäcke, die von der Stadt für die Aktion ausgegeben wurden.
Alle sammeln akribisch. Die Stimmung sei prima, freut sich Betreuerin Kerstin Nienhaus: „Alle helfen sich gegenseitig und freuen sich, dass sie etwas Gutes tun.“ Passanten, die vorbeikommen, grüßen freundlich.
Flyer in einfacher Sprache
Dass die Aktion stattfinde, sei der Initiative der Gruppe zu verdanken, erzählt Manuela Pawlowski: „Wir haben dem Bürgermeister einen Brief mit Ideen zum Umweltschutz übergeben.“ Darunter: eine Müllsammelaktion.
Eine Idee, die die Stadtverwaltung gerne aufgriff. Seit der Coronazeit hat es etwas Vergleichbares nicht mehr gegeben. Mit einem Flyer in einfacher Sprache warb Kerstin dann in den übrigen Haus Haller Wohneinrichtungen in Stadtlohn für die Aktion.
Gemeinsam Klimabotschafter:innen
Schon seit Monaten beschäftige sich die Gruppe mit Umweltthemen, erzählt sie: „Wir haben uns als Klimabotschafter im Kreis Borken registriert.“ Gemeinsam habe man im Sommer einem Imker und einem Förster über die Schulter geschaut: „Im November steht dann eine Baumpflanzaktion auf dem Programm.“
