Ziiing! Plock! Zufrieden setzt Egon Kraft seinen Bogen ab. Bullseye! Seit über 20 Jahren ist er leidenschaftlicher Bogenschütze. Einmal im Monat trifft er sich mit sieben anderen Menschen aus dem Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) in der Reithalle auf dem Stiftungsgelände in Gescher, um seinem Hobby nachzugehen.
Pfeil und Bogen immer nach unten
Die Pfeile haben ganz schön Wucht. Rund zehn Meter steht die Zielscheibe weg. Mehrere Zentimeter dringen sie in die Schaumstoffmatte ein, auf der die Zielscheibe angebracht ist. Sicherheit stehe deshalb an erster Stelle, betont Egon: „Den Bogen mit Pfeil immer nach unten halten. Und nie dahin zielen, wo Leute stehen.“
Tobias Paß und Valerie Böse leiten die Gruppe an. Die Idee dazu kam ihnen während einer Erlebnispädagogik-Weiterbildung vor drei Jahren. Bogenschießen gab es da in der Stiftung Haus Hall als Förderungs- und Freizeitangebot für den ABW-Bereich noch nicht. Der Förderverein Haus Hall ermöglichte den beiden den Kauf von drei Bögen und 20 Pfeilen.
Dankbarer Sport
Bogenschießen sei ideal, um die sozialen Kompetenzen zu stärken, erläutert Valerie: „Man merkt das schnell in der Gruppe, weil alle ganz ruhig und konzentriert sind und sich Lob und Tipps geben.“ Jeder passe auf jeden auf.
Zudem sei Bogenschießen ein dankbarer Sport, grinst Tobias: „Es bietet schnell Erfolgserlebnisse, auch für Leute, die vielleicht nicht so sportlich sind.“
Spaß im Vordergrund
Zielscheiben oder Ballons treffen, Punkte- oder Dartscheiben-Schießen und gerne auch mal im Wettkampf gegeneinander: Verschiedene Spiele sorgen beim Training für viel Abwechslung. Tobias bekräftigt: „Der Spaß steht im Vordergrund.“
