Ritter Leonard, der Lump! Er hat einen Schatz geklaut und auf dem Marienburggelände versteckt. Zum Glück nicht gut genug für Dennis Holthues aus dem ABW, der die prall gefüllte Kiste hinter dem alten Bienenhaus aufstöberte - am Ende einer zweistündigen Schnitzeljagd.
Super geklappt
„Es hat viel Spaß gemacht“, freut sich Frank Möllmann aus der Sabina-Gruppe bei einer abschließenden Grillwurst. „Es hat alles super geklappt“, resümiert Sophia Kaufmann, eine der drei Organisatorinnen.
Auch Oliver Schroer ist zufrieden. Gemeinsam mit seiner Gruppe lud er im Snoezelenraum einer Tagesgruppe zu Duftreise, Massagen und Klangschalenmusik. „Es war schön zu sehen, wie sich alle wirklich entspannen“, erzählt er.
23 Studierende, 5 Aktionen
Schnitzeljagd und Duftreise waren zwei von fünf Aktionen, die 23 angehende Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger von der Liebfrauenschule Coesfeld Anfang September für die Menschen in der Marienburg auf die Beine stellten. Außerdem im Aktionsangebot: kreative Malaktionen mit einer Sonnenbank oder Blumentöpfen und ein Filmprojekt.
Von A bis Z übernahmen die Studierenden alles selbst: von der Ideenfindung und Organisation über Materialbeschaffung und Flyererstellung bis hin zum Kontakt mit den Wohngruppen, der Recherche etwaiger Notfallmaßnahmen oder der Einholung von Fotofreigaben. Die Sonnenbank? Selbstverständlich aus Paletten selbstgezimmert.
Zufriedene Gesichter
Alle Projekte seien sorgfältig vorbereitet worden, berichtet Initiator Rene Schüler aus dem 2. Lebensraum der Werkstätten Haus Hall: „Wir haben die Klasse vorab zweimal besucht, die Studierenden waren mehrmals in der Marienburg, zum Kennenlernen unserer Arbeitsbereiche, des Geländes und - natürlich am wichtigsten - der Teilnehmenden.“
Im vergangenen Jahr hatte er die Projektwoche gemeinsam mit der Liebfrauenschule ins Leben gerufen. Mit Katharina Gärtner und Lisa Plumhoff stand er den Studierenden bei Fragen als feste Ansprechperson zur Verfügung. Die gute Vorbereitung und enge Begleitung zahlten sich aus. Jedes Projekt war ein Erfolg. Der Lohn: zufriedene Gesichter auf allen Seiten.
Praktische Erfahrung
„Die praktische Erfahrung ist für die Studierenden unheimlich wichtig, damit sie Selbstwirksamkeit erleben“, betont Lehrerin Ricarda Meis-Kunze, „es ist toll, dass die Marienburg ihnen direkt vor Ort diese Möglichkeit bietet.“ Für die Projektwoche soll die Marienburg nun jedes Jahr als fester Veranstaltungsort fungieren.
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