Eine Haus Haller Institution wird 50 Jahre alt: der Freizeitkeller

Am 7. Mai war es soweit: Im Freizeitkeller kamen Betreute und Mitarbeitende, auch ehemalige, zusammen. Sie würdigten in einer kleinen Feierstunde die Räumlichkeiten, die für viele Menschen in Haus Hall über Jahrzehnte ein fester Treffpunkt sind. Anschließend gab es vor dem Freizeithaus Würstchen und Getränke, etwa 120 Personen feierten mit.

50 Jahre Freizeitkeller

Basteln in den 70er-Jahren

Disco früher ...

... und heute

Feier-Abend Anfang Mai

Begeisterung für Musik

Mit erzählten Erinnerungen der Gäste wurde die Geschichte des Freizeitkellers lebendig. Geschäftsführer Thomas Bröcheler betonte die Bedeutung die Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung, die hier Begegnung erleben und kreativ sein können.

Auch die Begeisterung für Musik zeige sich hier immer wieder deutlich, bei den DJs aus den Reihen der Betreuten wie auch bei den tanzbegeisterten Discogästen. „Gut, dass es den Freizeitkeller gibt“, so sein Fazit.

1975: Mit offenem Treff und Frühschoppen fing es an

Auf dem Stiftungsgelände in Gescher lebten damals etwa 490 Menschen, darunter viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Im heutigen Freizeithaus – damals „Festsaalgebäude“ – richtete man auf Anfragen der Bewohnerinnen und Bewohner einen Freizeitkeller ein, mit Werkraum und Discoraum. Später kam eine Küche hinzu.

Es gab Feierabendtreffs mit Spielen und Musik, sonntags nach dem Gottesdienst einen Frühschoppen und einmal monatlich eine Disco.

Theo Heenen erinnert sich

Ab 1979 erweiterte, organisierte und begleitete Theo Heenen als Jahrespraktikant die Angebote. Er erinnert sich: „Wir hatten für alle etwas dabei. Einfache Bastelangebote, ganz viel Holzarbeiten, Fotokurse, kreatives Gestalten mit Schrott und Vieles mehr. Die stärkeren Leute haben wir in verantwortliche Aufgaben einbezogen. Halbjährlich habe ich Programme für die Wohngruppen geschrieben.“

Angebote wurden ausgeweitet

Vieles wurde über die Jahre auch außerhalb des Freizeitkellers weiterentwickelt. Heute bietet die Abteilung „Treffpunkt Mensch“ unter anderem ein Freizeit- und Bildungsprogramm an, organisiert den Familien unterstützenden Dienst, Ferienbetreuung und Reisefreizeiten.

Ein zweites Zuhause

Neben diesen Angeboten ist der Freizeitkeller für viele geblieben, wie er immer war: mit den vertrauten Räumlichkeiten, dem Kicker im Flur und dem Offenen Treff, immer mittwochs und freitags abends.

Martina Blömer begleitet den Treff seit 16 Jahren. Sie sagt: „Was mich immer wieder antreibt, ist die Fröhlichkeit der Gäste und das friedliche Miteinander. Der Freizeitkeller ist für sie eine feste Größe. Die Leute sind gern hier, auch weil ich sie gut kenne und ihnen Sicherheit gebe. Oft bin ich Ansprechpartnerin für ihre Sorgen und Nöte.“