Eine Art Familienersatz: Die Altenpflegeausbildung im Haus am Schwanenteich

Angelina Sadrosni und Ines Musholt strahlen: Sie haben es geschafft! Die beiden jungen Frauen sind jetzt staatlich anerkannte Altenpflegerinnen. Ihre Ausbildung absolvierten sie im Haus am Schwanenteich, einer Pflegeeinrichtung für Senioren mit Behinderung auf dem Gelände der Stiftung Haus Hall in Gescher.

Foto: Stiftung Haus Hall / Guido Walfort

Bei beiden ist die Freude doppelt groß: An ihrem Ausbildungsort fanden die beiden frisch gebackenen Pflegerinnen direkt nach dem Abschluss einen festen Arbeitsplatz.

Eine Art Familienersatz

„Wir Pflegekräfte sind so etwas wie ein Familienersatz für unsere Bewohner“, berichtet Angelina Sadrosni, „denn bei den meisten gibt es keine Angehörigen in der Nähe. Darum haben wir mehr Aufgaben in der Betreuung als es in anderen Altenheimen üblich ist. Zum Beispiel in der Freizeitgestaltung oder wenn wir Bewohner zum Arzt begleiten.“

Da sich viele Bewohner nicht verbal äußern können, sei ein gutes Einfühlungsvermögen gefragt. „Durch Mimik und Körpersprache können sie sich gut verständlich machen. Sie haben einfach eine grundehrliche, dankbare und direkte Art“, so Angelina Sadrosni. Sie schätzt auch die Übersichtlichkeit des Hauses: Hier leben 40 Senioren, jeweils 10 in einer Gruppe.

Spannende Mischung aus Pflege und Pädagogik

Ihre Kollegin Ines Musholt konnte die Altenpflegeausbildung in verkürzter Form absolvieren, da  sie bereits ausgebildete Heilerziehungspflegerin ist. „Mit der Ausbildung zur Altenpflegerin wollte ich mich breiter aufstellen“, sagt sie, „Jetzt kann ich überall in der Pflege und in der Behindertenhilfe arbeiten. Und die pflegerische Ausbildung ist auch in Wohneinrichtungen für behinderte Menschen immer stärker gefragt“.  

Pflegedienstleiterin Antoinette Grimmelt erklärt: „Wir bieten in unserem Haus Ausbildungsplätze für die generalisierte Ausbildung zu Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Da bei uns auch Erzieher und Heilerziehungspfleger arbeiten, werden unsere Azubis ebenfalls an die pädagogische Arbeit herangeführt.“

Bezahlung nach Tarif

Die Ausbildung eröffne darum nicht nur berufliche Perspektiven in den Gesundheitsbereich, sondern auch eine Orientierung in Richtung Pädagogik und Heilpädagogik. „Das ist schon eine besondere fachliche Kombination, die unser Haus zu bieten hat“, so die Pflegedienstleiterin. „Jungen Leuten, die den Alltag hier kennenlernen wollen, bieten wir Plätze für Schülerpraktika, BFD und FSJ.“

Als examinierte Pflegekräfte in der Stiftung Haus Hall  werden Ines Musholt und Angelina Sadrosni tariflich bezahlt. Sie erhalten jetzt ein Grundgehalt von monatlich 2830 Euro brutto. Schon das erste Ausbildungsjahr wurde mit 1140 Euro brutto vergütet. Vier Auszubildende hat das Haus am Schwanenteich zurzeit.

Es kooperiert mit den Pflegeschulen in der Region und steht als Praxisstelle auch Pflege-Azubis aus anderen Einrichtungen offen.

Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um Ausbildung und Praktika im Haus am Schwanenteich ist Antoinette Grimmelt, Tel. 02542 703 3611.

In unserem Karrierportal finden sich alle Infosa rund um die neue, generalistische Pflegeausbildung und die Ausbildung in der Heilerziehungspflege.