Fenster zur Welt: Drei Wohngruppen sammeln Erfahrungen mit iPads

Seit Anfang Juli verfügt die Damian-Gruppe im Haus am Wald auf dem Zentralgelände in Gescher über ein eigenes iPad. Nun gibt es erste Erfahrungswerte.

Foto: Stiftung Haus Hall

"Fenster zur Welt“ heißt das Projekt, in dessen Rahmen mithilfe der Stiftung Wohlfahrtspflege alle Wohngruppen in den Einrichtungen der Stiftung Haus Hall nach und nach mit iPads ausgestattet werden.

Wie kann das Tablet den Gruppenalltag sinnvoll ergänzen?

Drei Testgruppen probieren derzeit schon aus, wie sich das Tablet in den Gruppenalltag einfügen lässt. Eine davon: die Damian-Gruppe im Haus am Wald auf dem Zentralgelände in Gescher, wo überwiegend Menschen mit schweren Mehrfach-Behinderungen leben.

Jutta Heimann zum Beispiel. „Sie schaut sich gerne Messe-Streams an“, sagt Patrick Schwering, der UK-Beauftragter der Gruppe ist. Oder Petra Jakubat, die das Tablet gerne zum Spielen nutzt.

Digitale Pinnwand mit App- und Tooltipps

Beim Einstieg hilft den Wohngruppen eine zentrale digitale Pinnwand mit vielen App- und Tooltipps. „Die ist schon sehr gut gefüllt. Wir sammeln gerade erste Erfahrungen, haben bislang aber hauptsächlich bei den Spielen gestöbert“, sagt Patrick Schwiering, „außerdem nutzen wir das Gerät viel, um Fotos und Videos zu machen. Vor ein paar Tagen haben wir von einem Ausflug nochmal eine Diashow angesehen.“

Videotelefonie spiele auch eine Rolle, sagt er: „Dazu ist bei uns aber nicht jeder in der Lage. Generell muss individuell geschaut werden, was möglich ist – und was eben auch nicht.“ Praktisch seien auch Funktionen wie der geführte Zugriff, mit denen sich bestimmte Areale des Displays sperren lassen. Auf diese Weise kann man verhindern, dass Apps versehentlich geschlossen werden.